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Direkt nach der Wiedereröffnung bis mindestens 11. Juli 2021

Die Pest

 

Vier Jahrhunderte lang beherrschte die Pest Europa. Dem Schwarzen Tod, wie die Krankheit gelegentlich auch genannt wird, fielen Dutzende Millionen zum Opfer. Museum Het Valkhof präsentiert in Die Pest, wie eine der verheerendsten Infektionskrankheiten, die die Welt jemals heimsuchte, ihre Spuren in Kunst und Gesellschaft hinterlassen hat. Mit mehr als 200 Exponaten von Künstlern wie Gabriël Metsu, Albrecht Dürer, Erwin Olaf und Berlinde De Bruyckere sowie Schriftstellern wie Dante Alighieri, Giovanni Boccaccio und Albert Camus, verbindet das Museum die Geschichte der Pest mit der Aktualität. Nie zuvor wurde in den Niederlanden diesem Thema eine Ausstellung dieses Ausmaßes gewidmet. Die Pest ist direkt nach der Wiedereröffnung bis mindestens 11. Juli 2021 zu sehen.

“Lasciate ogni speranza, voi ch'entrate"

- Dante Alighieri, La Divina Commedia, 1472.

Der Schwarze Tod und ein Nimwegener Pestdoktor

Ab 1347 wütet die Pest in Europa. Schon in der ersten Welle sterben 25 Millionen Menschen. Beinahe 400 Jahre lang wird das alltägliche Leben von einer tief verwurzelten Angst beherrscht. Der Schwarze Tod gilt als eine Strafe Gottes oder als fatale Folge astronomischer Phänomene. Komplottdenker meinen, die Krankheit werde mit Absicht von feindlich gesinnten Menschen verbreitet. Niemand begreift, wodurch die Pest ausgelöst wird, wie sich die Krankheit verbreitet, und welche der unzähligen Maßnahmen und Mittelchen, die beschützen sollen, tatsächlich wirksam sind.

Erst ab dem 17. Jahrhundert bekommt die medizinische Wissenschaft die Ursachen der Pest mehr in den Griff. Pestdoktor IJsbrand van Diemerbroeck steht am Beginn dieser Entwicklung. In den Jahren 1635-1636 behandelt er als Stadtarzt von Nimwegen zahlreiche Pestpatienten. Darüber schreibt er ein Traktat, in dem er seine Erfahrungen festhält. Mit diesem Traktat, das sich in der Sammlung von Museum Het Valkhof befindet, ist van Diemerbroeck seiner Zeit weit voraus. Seine klinischen Beobachtungen bilden den Beginn wissenschaftlicher Erkenntnisse der Krankheit. Es entwickelt sich zu dem wichtigsten Buch jener Zeit über die Pest.

  • Gabriël Metsu, Das kranke Kind, um 1664-1666, Rijksmuseum. Erworben mit Hilfe der Vereniging Rembrandt
  • Kate Cooper, We Need Sanctuary, 2016. Video. Courtesy der Künstlerin
  • Anonym Die Pest in der Löwener St. Jakobsgemeinde, 1578 Löwen, 1578 Öl auf Leinwand. Löwen, Museum M. Fotograf Dominique Provoost
  • Baum & Leahy, in Zusammenarbeit mit Richard Beckett, Host, 2019. Glas, Textil, Wolle, Hanf, Türmatten, Buchweizen, Leinsamen, Kapokfasern, bio-rezeptiver Beton, Harz, Geosminmoleküle, Kombucha, Erde, Mikroben im Raum und in Ihrem Körper. Courtesy der Künstler und Richard Beckett. Foto Thomas Adank

Die Pest in Museum Het Valkhof

Die Pest präsentiert, wie eine Krankheit Kunst und Gesellschaft in seinen Fundamenten erschüttert hat. Wo großartige Werke alter Meister, imposante Altaraufsätze und ansprechende Heiligenstatuen der Heiligen Sebastian und Rochus die Geschichte der Pest nachvollziehbar machen, laden zeitgenössische Skulpturen, Video-Installationen und futuristische Bio-Kunst zum Nachdenken über die heutige Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Zukunft ein. Die Pest nimmt Sie mit auf eine ergreifende Reise, von Angst und Bedrohung über eine Suche nach Hoffnung, Trost und Zusammengehörigkeit, bis hin zum Finden neuer Lösungen.

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