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Call to commit

  1. Call to commit

Call to commit | Engagiert euch

Susan Barnett

7. August - 22. November

 

Mit Call to commit [Engagiert euch] präsentiert Museum Het Valkhof eine Schau der amerikanischen Fotografin Susan Barnett (1951) mit Fotos von bemerkenswerten und expliziten Slogans auf T-Shirts, wie „It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back“ [Nichts hält uns auf] und „Im Muslim Don’t Panik“ [Ich bin Muslim - Keine Panik]. Barnett „porträtiert“ hauptsächlich die Rücken der jungen Generation, die trotz ihrer offenkundigen Anwesenheit in der anonymen digitalen Welt, auch auf der Straße keine Angst davor hat, öffentlich und körperlich zu zeigen, wer sie ist und wofür sie steht. Die Rückseite ihrer T-Shirts setzt sich auseinander mit Religion oder Ungleichheit, richtet sich gegen den Kapitalismus oder verherrlicht ihn geradezu, ist humoristisch oder gelegentlich rundheraus aggressiv. Call to commit zeigt 65 provokante Fotos, ein jedes charakteristisch für seine Zeit, und vermittelt dem Besucher zweifellos Stoff zum Nachdenken.

Atypische Fotografie
Susan Barnett hat ein turbulentes Leben hinter sich. Kurz sah es so aus, als würde sie einer vielversprechenden Tanzkarriere hinterherjagen oder als Kunsthistorikerin in die Bücher eingehen. Aber letztendlich entschied sie sich doch für die Fotografie. Barnetts Vater, ebenfalls ein leidenschaftlicher Fotograf, brachte ihr schon in jungen Jahren die Kniffe seines Fachs bei und schenkte ihr zeremoniell seine erste Leicaflex, die sie bis hin zum heutigen Tag noch immer einsetzt. Barnett ist eine atypische Fotografin. Sie ist auf ihrem linken Auge blind und bevorzugt Porträts des (bedruckten) Rückens anstelle des Gesichts. Große Namen wie Harry Callahan und Robert Mapplethorpe inspirieren sie.


Das T-Shirt als Statement über Identität und Ideal
Barnetts Faszination für T-Shirts ist interessant. Das als Unterhemd beabsichtigte Kleidungsstück von 1898 wird zu Beginn der 1940er-Jahre zum ersten Mal sichtbar von Arbeitern getragen und rasend populär, als Filmschauspieler wie Marlon Brando und James Dean sich damit plakatieren. Dank dieser Enfants terribles der schwarzen Leinwand erhält das T-Shirt eine Öffentlichkeitswirksamkeit für Aufstand und Rebellion. In den 1960er bis 1980er Jahren wird es, versehen mit Texten und Parolen, zum Sprachrohr des Vietnamkriegs, der Studentenrevolten, der zweiten feministischen Welle, der Homo-Emanzipation sowie von Subkulturen wie dem Punk. Barnetts Interesse für dieses protestierende Kleidungsstück beginnt, als sie in den 1960er-Jahren Anti-Vietnam-Poster und -Shirts mit Slogans wie „Hell No! We Won’t Go“ [Zur Hölle, nein! Wir gehen nicht] bedruckt. Mit ihrem Fotoprojekt beginnt sie jedoch erst 2009, als die Weltwirtschaft abstürzt und Obama Amerika einen Hoffnungsschimmer bietet. Das T-Shirt, das quer durch alle Bevölkerungsschichten getragen wird: Jung und Alt, Reich und Arm, Links und Rechts, ist bis hin zum heutigen Tag ein mächtiger Botschafter. Die Sprüche und Illustrationen, die Barnett festzulegen weiß, enthüllen die Subgruppe, die Ideale oder sogar die Identität der Träger.

  • It Takes a Nation, 2015 © Susan Barnett, ClampArt, New York City
  • I’m Muslim Don’t Panik, 2012 © Susan Barnett, ClampArt, New York City
  • I Will Save the World, 2011 © Susan Barnett, ClampArt, New York City
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